Geschichte

Die Firma Josef Manner & Comp AG ist ein heute schon selten gewordenes Beispiel eines erfolgreichen österreichischen Unternehmens, das sich seit der Gründung zum Großteil noch immer in Familienbesitz befindet.

An den drei Standorten, dem Stammwerk in Wien im 17. Bezirk, dem Zweigwerk Perg in Oberösterreich und dem Zweigwerk Wolkersdorf in Niederösterreich, sind etwa 700 MitarbeiterInnen beschäftigt. Hier werden die Produkte der Marken Manner, Casali, Napoli, Ildefonso und Victor Schmidt produziert. Die beliebten Produkte werden in mehr als 50 europäische und außereuropäische Länder exportiert. Im Geschäftsjahr 2012 betrug der Umsatz der Josef Manner & Comp AG 176,3 Millionen Euro.

  • Josef Manner I. - Pionier und Kaufmann

    Wie alle großen Erfolgsgeschichten, so beginnt auch diese mit einer singulären Persönlichkeit aus der Pionierzeit des Unternehmens. Josef Manner, gelernter Kaufmann, eröffnete 1890 im Herzen von Wien, nur einen Steinwurf vom Riesentor des Wiener Stephansdoms entfernt, ein kleines Geschäft, in dem er vor allem Tafelschokoladen und Feigenkaffee verkaufte. Josef Manner verfolgte dabei von Anfang an das Ziel, Schokoladeprodukte von besserer Qualität preisgünstiger als die Konkurrenz anzubieten: „Jedes Kind, das einen Kreuzer für meine Sachen ausgibt“, pflegte er zu sagen, „soll dafür nicht bloß eine Nascherei, sondern auch ein wertvolles Nahrungsmittel haben.“

  • Josef I. wird zum Schokoladenhersteller

    Da Josef Manners damalige Lieferanten jedoch nicht in der Lage waren, die gewünschte Schokoladenqualität zu liefern, fasste der Chocolatier vom Stephansplatz kurzerhand den Entschluss, seine Schokolade selbst herzustellen.

    Im Alter von erst 25 Jahren kaufte Josef Manner I. einem kleinen Schokoladenerzeuger dessen Konzession, Lokal und bescheidene Einrichtung im fünften Wiener Gemeindebezirk in der damaligen Wildenmanngasse ab – und war ab 1. März 1890 frischgebackener Inhaber der „Chocoladenfabrik Josef Manner“.

  • „Chocolade für alle“

    „Chocolade für alle“ – so lautete von Anfang an die Devise. Und an die Ursprünge erinnern heute noch ein alter „Reibstein“, auf dem einst die Kakaobohnen von Hand gerieben wurden, sowie eine Geschäftskarte, welche die seither beibehaltene „Schutzmarke Stephansdom“ in ihrer ursprünglichen Form zeigt.

    Josef Manner war zunächst – wie viele seiner erfolgreichen Kollegen aus der „Gründerzeit“ – Erzeuger, Verkäufer und Werbeagent in einer Person und lieferte die Ware oft selbst an die Kunden. Doch der Erfolg gab dem Jungunternehmer Recht: Bereits im Gründungsjahr 1890 musste er expandieren. Der Laden am Stephansplatz und das sehr schnell zu klein gewordene Fabriksgebäude in der Wildenmanngasse wurden verkauft.

    Bis 1897 war aus dem ehemaligen Zuckerlverkäufer ein veritabler Schokoladenfabrikant geworden, der in seinem Firmensitz in der Hernalser Kulmgasse, der nach und nach in der Nähe seines Elternhauses ausgebaut wurde, die Verantwortung über 100 Mitarbeiter trug.

  • Preiswert und gut!

    Innerhalb nicht einmal eines Jahrzehnts war die junge Firma „Chocolade Manner“ unter dem selbst gewählten Motto „preiswert und gut“ zu einem der führenden Süßwarenunternehmen der österreichisch-ungarischen Monarchie aufgestiegen – und hatte ihre Angebotspalette weit über die „Manner-Chocolade“ hinaus erweitert. Wer in alten Preiskatalogen blättert, findet neben verschiedenen Tafelschokoladen, Schokobonbons sowie „reinem Cacao“ in Dosen auch Artikel wie Himbeersaft, Feigenkaffee, Gelee, Fondant, Dragees sowie eine Vielzahl von Schokoladefiguren für Kinder.

    Auch im organisatorischen Bereich war man innovativ und wandelte die Firma Josef Manner & Co. 1913 in eine Aktiengesellschaft um. Dazwischen lagen freilich noch weitere Meilensteine in der Unternehmensgeschichte.

  • Neapolitaner Schnitte No. 239

    Die mittlerweile in den Händen Arnold Schwarzeneggers sogar zur Hollywood-Ikone aufgestiegene Manner-Schnitte findet sich zum ersten Mal 1898 in einem Sortimentskatalog des Hauses Manner, und zwar unter dem eher sachlichen Namen „Neapolitaner Schnitte No. 239“.

    Diese Bezeichnung verdankt die Manner Schnitte, an deren Packungsgröße sich bis heute nichts verändert hat, einem frühen Sinn ihres Erfinders für kontrollierte Ursprungsbezeichnung: Die Haselnüsse für die Streichmasse zwischen den fünf Waffellagen stammten nämlich aus der Gegend um Neapel, einer von Wien aus als märchenhaft empfundenen Gegend, die schon damals mediterrane Sehnsüchte zu erwecken verstand.

  • Ein neuer Partner

    Der schnelle Erfolg seines Unternehmens ließ es Josef Manner schon relativ früh ratsam erscheinen, einen Partner ins Geschäft zu nehmen. Diesen fand er zunächst in seinem tüchtigen Buchhalter Alfred Teller, der schon ab dem dritten Geschäftsjahr mit halbem Anteil in die Firma einstieg. Am 16. Oktober 1900 – also zwei Jahre nach der Erfindung der Manner-Schnitte – verkaufte Teller seinen Anteil jedoch an seinen Schwager Johann Riedl – und legte so den Grundstein für die bis heute währende fruchtbare Zusammenarbeit der Familien Manner und Riedl.

    Unter der Leitung des erfolgreichen Tandems Josef Manner und Johann Riedl stiegen die Erfolge und Umsätze des Unternehmens kontinuierlich weiter. Bereits 1904 musste daher mit dem weiteren Ausbau der Hernalser Fabrik begonnen werden. Neun Jahre lang, bis zum Jahr 1913, herrschte emsige Bautätigkeit und da die Auftragsbücher oft schneller anschwollen als die Räumlichkeiten erweitert werden konnten, kam es nicht selten vor, dass im wahrsten Sinne des Wortes „auf der Baustelle“ produziert wurde.

  • Eine Aktiengesellschaft wird gegründet

    Nachdem man das seit 1895 bestehende Fabriksgebäude aufgestockt und Manners altes Elternhaus durch einen praktikablen Neubau ersetzt hatte, wurde auch ein hochmoderner Maschinenpark angeschafft, mit dessen Hilfe der Firma Manner endgültig der Sprung zur unangefochtenen Nummer eins unter den Süßwarenunternehmen der Donaumonarchie gelang.

    Was wäre angesichts einer solchen Erfolgsstory näher gelegen, als sich, wie jedes wirklich prosperierende Unternehmen, an die Börse zu wagen? Am 23. Oktober 1913 war es schließlich so weit: Die Firma Josef Manner & Co. wurde in eine Aktiengesellschaft mit dem Namen Josef Manner & Comp AG umgewandelt. Auf der Kommandobrücke des Unternehmens, das 3000 Mitarbeiter zählte, über einen Fuhrpark mit 60 Pferden und mittlerweile auch über Produktionsanlagen auf dem modernsten Stand der damaligen Zeit verfügte, standen damals Josef Manner und Johann Riedl, der von seinen vier Söhnen und seinem Schwiegersohn unterstützt wurde.

  • Der erste Weltkrieg

    Der Ausbruch des Ersten Weltkriegs 1914 stellte die Firma Manner vor beträchtliche Probleme. Mit dem Vorratslager kam man anfangs recht gut über die ersten Kriegsjahre. Doch schon bald versiegten die letzten Ressourcen, und die Hernalser Süßwarenfabrik konnte sich nur mit einiger Mühe über Wasser halten. Zudem schrumpfte der einst schier unerschöpfliche Absatzmarkt der ehemaligen Donaumonarchie von 56 Millionen auf die gerade noch sechs Millionen Einwohner der Ersten Republik Österreich, mit der die Firma Manner die folgende Inflation und die Wirtschaftskrise der Dreißigerjahre teilte.

    Die folgenden, nicht nur ökonomisch schicksalsschweren Jahrzehnte stellten gerade die zweite Unternehmergeneration auf eine schwere Probe, die nur mit äußerster kaufmännischer Sorgfalt und eiserner Sparsamkeit bestanden werden konnte.

    Aus dieser Zeit stammt der bis heute überlieferte Seufzer: „Wenigstens einen Waggon Schokolade oder Schnitten (gemeint waren zehn Tonnen) sollte man am Tag doch verkaufen können!“.

  • Der zweite Weltkrieg

    Auch die vage Hoffnung, dass mit dem Anschluss an das Dritte Reich neue Absatzmärkte erschlossen werden könnten, erwies sich spätestens dann als trügerisch, als der Ausbruch des Zweiten Weltkrieges im September 1939 allen Investitionsplänen einen Riegel vorschob.

    Den Bombenhagel des Jahres 1945 überstand das Produktionsgebäude der Firma Manner beinah intakt, und auch der Maschinenpark blieb vollkommen erhalten. Nach Kriegsende wurde die Firma durch einen – allerdings unfreiwilligen – Beitrag zur „Stalinspende“ zwar um ihre letzten Vorräte gebracht, doch es bestand immerhin die Möglichkeit eines vorsichtigen Neubeginns. Mitten in dieser unsicheren Zeit verstarb am 5. Mai 1947 der Firmengründer Josef Manner.

  • Vom Wirtschaftswunder ins Designzeitalter

    Leider konnte der Firmengründer nicht mehr miterleben, wie das Unternehmen Manner nach dem zaghaften Neubeginn in den späten 40er-Jahren im Laufe der folgenden Wirtschaftswunderjahre sehr schnell und international erfolgreich am Aufschwung teilhatte. Viele altbewährte und bis heute weithin populäre Artikel des Hauses Manner wurden in dieser Zeit sensibel modernisiert, sprich: den zunehmend steigenden Erfordernissen hinsichtlich Produkt-Haltbarkeit angepasst.

    1960 gelang dem Haus Manner schließlich der weithin akklamierte Absprung ins Technologie-Zeitalter. Entscheidend dafür war eine Innovation, die in der Geschichte des Industrial Designs bis heute als maßgeblich gilt: Es handelt sich um die aromasichere Verpackung der Manner-Schnitten in dichter Doppel-Aluminiumfolie mit dem typischen roten Aufreißfaden.

    Die neuartige Verpackung garantierte nicht nur eine längere Haltbarkeit, sondern auch ein leichtes Öffnen der Packung und zählt seither zu den österreichischen „Designklassikern“.

  • Manner war wieder ganz vorn

    Mit der neuen Verpackung wurde die Manner-Schnitte im Tempo des Jet-Zeitalters zum erfolgreichsten und größten Artikel im gesamten Sortiment. Bereits 1964 konnte das Haus Manner einen neuen Meilenstein setzen: Erstmals seit 1914 wurde der zu Ende der Donaumonarchie erreichte Rekordumsatz überschritten.

    Zweifellos ein guter Zeitpunkt, um sich nach Partnern umzusehen, die diesen Erfolg auch weiter ausbauen helfen konnten. Bereits 1970 erfolgte der Zusammenschluss mit dem zweitgrößten österreichischen Süßwarenunternehmen, der Firma Napoli, Ragendorfer & Co. Durch den damit verbundenen Zuwachs um die Marken Casali und Napoli konnte Manner sein Sortiment schlagartig um etliche unter Naschkatzen besonders populäre „süße Träume“ erweitern – wie etwa die Casali Schoko-Bananen und Napoli Dragee Keksi.

    1996 wurde die Firma Walde Candita in Wolkersdorf/NÖ übernommen. 2000 feierte schließlich auch die Firma Victor Schmidt & Söhne GmbH mit den Marken „Ildefonso“ und „Victor Schmidt Austria Mozartkugeln“ ihren Einstand in der Manner-Großfamilie.

  • Im Zeitalter der Globalisierung

    Das Hauptwerk des Unternehmens ist, wie auch die gesamte Firmenzentrale, am historischen Traditionsstandort des Unternehmens in Wien-Hernals angesiedelt, in jenem Wiener Gemeindebezirk also, in dem auch das Elternhaus des Firmengründers Josef Manner stand.

    Ebenso hochmodern ausgestattet sind jedoch auch der Betrieb im oberösterreichischen Perg im Unteren Mühlviertel und jener im niederösterreichischen Wolkersdorf, dem Weinviertler Gewerbezentrum im Norden Wiens.

    Alle Manner-Produktionsstandorte arbeiten gleichermaßen mit modernsten Produktionsverfahren und verfügen über die Zertifizierung IFS, die weltweit höchste Produktsicherheit und höchste Qualität garantiert.

  • Weltmarke Manner

    Über 50 Länder dieser Erde sehen, wenn sie Manner hören, rosa. So weit reicht nämlich heute das Vertriebssystem des „Global Players“ Manner. Dank der Erschließung der neuen EU-Mitgliedstaaten macht der Manner-Exportumsatz mittlerweile rund 50 % des Gesamtumsatzes aus.

    Klares Ziel des Unternehmens ist, die Erschließung dieser Kernmärkte zukünftig in direkter Verantwortung voranzutreiben. Der Schlüssel dazu ist der schrittweise Aufbau eigener Vertriebsorganisationen im jeweiligen Land. So wurde 2004 bereits eine eigene Niederlassung in Slowenien errichtet, 2006 folgte Deutschland und seit 2009 werden Manner-Produkte auch in Tschechien direkt vertrieben.

    Wer weltweit mitspielen will, aber kein Weltkonzern ist, braucht gute Ideen. Nicht zuletzt deshalb ist auch das Manner-Marketing kreativer und innovativer als jenes mancher Mitbewerber, denen wesentlich mehr Werbemittel zur Verfügung stehen.

Produktionsstandorte

Die Firma Josef Manner & Comp. AG ist ein heute schon selten gewordenes Beispiel eines erfolgreichen österreichischen Großunternehmens, welches sich seit der Gründung zum Großteil noch immer in Familienbesitz befindet. An den drei Standorten, dem Stammwerk Wien im 17. Bezirk, dem Zweigwerk Perg in Oberösterreich und dem Zweigwerk Wolkersdorf in Niederösterreich, sind etwa 700 Mitarbeiter beschäftigt. Die Exporte, vor allem die „Neapolitaner Schnitten“, gehen in über 50 europäische und außereuropäische Länder.

Standort Wien

In der Zentrale im 17. Wiener Gemeindebezirk arbeiten ca. 400 MitarbeiterInnen. Das Gebäude ist das Hauptwerk und die Firmenzentrale der Josef Manner Comp. AG seit dem Gründungsjahr. 

Bereits vor dem ersten Weltkrieg wurde es zur heutigen Größe ausgebaut und beherbergt die modernsten Produktionsanlagen. Manner-Waffeln, Kekse, Biskotten und Lebkuchen werden hier mit größter Sorgfalt hergestellt. Auch die Schokoladeproduktion für die allseits beliebten Manner-Schokoladen und -Kuvertüren sowie Schokolade-Überzugsmassen für unsere Produkte erfolgt hier. Die Verarbeitung erfolgt übrigens noch von der Kakaobohne weg – eine Besonderheit in Österreich!

Josef Manner & Comp. AG
Wilhelminenstrasse 6
1171 Wien

Standort Wolkersdorf Niederösterreich

Wolkersdorf ist eine kleine Gemeinde im Norden Wiens. Die Fabrik gehört seit 1996 zu Manner und wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut. Modernste Gebäude- und Anlagentechnologie kommt dabei zum Einsatz.

Produktionsschwerpunkte sind Schaumzuckerware, Dragees, Pralinen und Saisonartikel. Österreichische Süßwarenklassiker wie Casali Schoko-Bananen, Casali Rum-Kokos, Napoli Dragee Keksi, aber auch Victor Schmidt Mozartkugeln und Ildefonso Pralinen werden im Werk Wolkersdorf mit höchster Sorgfalt von rund 260 MitarbeiterInnen hergestellt.

Josef Manner & Comp AG
Johann-Galler-Straße 9
2120 Wolkersdorf

Standort Perg Oberösterreich

Da der Firmengründer Josef Manner I. (1865–1947) seine Jugend- und Lehrjahre in Perg verbrachte, hatte er zu dieser Stadt eine starke Bindung. In späterer Folge kaufte er zahlreiche Grundstücke, welche das heutige Firmengelände bilden. Darauf errichtete er ein Sägewerk für die Kistenerzeugung. Ein Brand zerstörte 1955 die gänzlich aus Holz bestehende Fabrik. 

In den Hallen des wieder aufgebauten Sägewerks wurde 1966 ein Exportwerk eingerichtet. In erster Linie wurden Schnitten und handstanniolierte Saisonartikel erzeugt. In den letzten Jahren werden am Produktionsstandort Perg vorwiegend Waffeln, Eiswaffeln und Röllchen erzeugt. Seit 2008 steht in Perg der weltgrößte Waffelofen.

Josef Manner & Comp. AG 
Linzer Straße 55 
4320 Perg

Corporate Social Responsibility

Mitarbeiter und Führung

„Unsere unternehmerischen Erfolge basieren auf der Motivation und Lernbereitschaft sowie Kreativität und Qualifikation unserer Mitarbeiter.“

Manner Mitarbeiter
Unser größtes Kapital sind unsere engagierten und hoch qualifizierten Mitarbeiter. Seit über 120 Jahren besteht die Manner AG als traditionelles österreichisches Familienunternehmen. Unser langjähriger Unternehmenserfolg basiert auf der guten Zusammenarbeit von vielen engagierten Menschen mit unterschiedlichsten Talenten. Manner nimmt seine soziale Verantwortung gegenüber seinen Mitarbeiter sehr ernst und möchte auch in Zukunft die bestehenden Arbeitsplätze in Österreich sichern. Damit schafft Manner ein Arbeitsumfeld, in dem sich die Arbeitnehmer als Teil der Manner-Familie verstehen.

Manner Werte
An erster Stelle kommt bei unseren intern definierten Werten der Mensch. Der "Wert" Mensch bildet in unserer Wertepyramide die Basis, auf die weitere Werte gegründet sind. 

Wir fördern und fordern daher unsere Mitarbeiter – Voraussetzung dafür ist eine hohe fachliche und soziale Qualifikation. Unsere Mitarbeiter übernehmen Verantwortung, zeigen eine klare Zielorientierung, Einsatzbereitschaft und Disziplin. Unsere Führungskräfte üben dabei eine besondere Vorbildfunktion aus. Das gemeinsame Arbeiten in funktionsübergreifenden Teams ist dafür eine wesentliche Voraussetzung, aber auch Führungskräfteschulungen sind bei uns im Arbeitsalltag integriert. Unseren Mitarbeitern wollen wir ein motivierendes, leistungsorientiert entlohntes Arbeitsumfeld bieten.

Gleiche Entlohnung von Männern und Frauen ist in unserem Unternehmen eine Selbstverständlichkeit.

Besonderes Augenmerk legen wir seit jeher auf die Ausbildung unserer Lehrlinge. So gibt es 16 Ausbildungsplätze für Lehrlinge mit fünf verschiedenen Berufsbildern (IT-Techniker, Elektroinstallationstechniker, Mechatroniker, Konditor, Lebensmitteltechniker). Internationaler Lehrlingsaustausch gehört für unsere Lehrlinge genauso zur Tagesordnung wie außerschulische Seminare (z.B. Persönlichkeitsfindung). Durch kostenlose Mittagessen und Prämien für herausragende schulische Leistungen werden unsere Lehrlinge unterstützt. Manner wurde für diese Bemühungen 2010 zum „ausgezeichneten Lehrbetrieb“ gewählt.

Unsere ehemaligen Mitarbeiter, die bereits in Pension sind, haben stets eine enge Bindung zu Manner. Wir wertschätzen ihr Engagement und fördern es.

Die Gesundheit unserer Mitarbeiter liegt uns besonders am Herzen! Die Förderung sportlicher Aktivitäten hat bei Manner bereits seit vielen Jahren Tradition. Ob Frauenlauf, Bussiness-to-row Ruderwettbewerb oder Roter Nasen Lauf, Manner ermöglicht allen Mitarbeiter eine kostenlose Teilnahme und unterstützt diese und andere Veranstaltungen.

Umwelt und Nachhaltigkeit

„Wir streben eine Balance von Ökonomie, Ökologie und gesellschaftlicher Verantwortung an."

Nachhaltigkeit ist für das Traditionshaus Manner mehr als nur ein zeitgemäßes Schlagwort – wir leben danach seit über 120 Jahren. Selbst die Firmengründung 1890 lag einem gesellschaftlichen Aspekt zugrunde. Josef Manner war mit der Qualität der Schokolade der damaligen Zeit nicht zufrieden und hatte den Gedanken, sie selbst zu produzieren. Qualität war somit der Eckpfeiler des Unternehmens und daran hat sich bis heute nichts geändert. 2011 startete Manner eine CSR Offensive mit Schwerpunkten Nachhaltigkeit bei Palmöl und Kakao. 

Manner und UTZ für nachhaltigen Kakao

Wir sind Österreichs größter Süßwarenproduzent, der – aufgrund hoher Qualitätsansprüche – die gesamte Schokolade von der Kakaobohne weg selbst produziert. Daher ist uns soziale und ökologische Nachhaltigkeit in Bezug auf Kakao besonders wichtig.

Als Verarbeiter von Rohstoffen wie Kakao verurteilen wir jede Art von Sklaverei und Kinderarbeit. Um sicherzustellen, dass der Kakao, der in unseren Produkten Verwendung findet, unseren sozialen und ökologischen Prinzipien entspricht, sind wir seit 2012 Mitglied von UTZ Certified, eines der weltweit größten Nachhaltigkeitsprogramme für Kaffee, Kakao und Tee. Ziel von UTZ Certified in Bezug auf Kakao ist es, ein effizientes Zertifizierungs- und Nachverfolgungsprogramm für eine sozial verantwortliche und umweltfreundliche Kakaoproduktion bereitzustellen, das sowohl die Bedürfnisse der Hersteller als auch des Marktes erfüllt. Wir haben uns verpflichtet, ab 2012 für alle Waffel- und Schnittenprodukte der Marke Manner UTZ-zertifizierten, nachhaltigen Kakao, zu beziehen. Die Auditierung unserer Werke wurde bereits im ersten Quartal 2012 abgeschlossen. Bis 2020 ist geplant, den gesamten Bedarf für unsere Markenprodukte aus dem Hause Manner auf nachhaltigen Kakao umzustellen.

Weitere Informationen auf www.utzcertified.org

Produkte, für die Manner 100% UTZ-zertifizierten Kakao einkauft

UTZ Zertifikat

Einsatz von nachhaltigem Palmöl

Auf Palmöl in der Herstellung von Süßwaren können wir nicht verzichten. Palmöl hat technische und sensorische Eigenschaften, die viele andere Öle nicht besitzen. Für uns ist es erstrebenswert Palmöl einzusetzen, das über einen Zertifizierungsprozess auf seine Nachhaltigkeit hin überprüft wurde, um negative soziale und ökologische Effekte zu vermeiden. 

Bezüglich der Herkunft von den gekauften Mengen an Palmöl können wir bestätigen, dass Palmöl direkt von europäischen Herstellern, die alle zertifizierte RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil) Mitglieder sind, ohne Zwischenhändler angekauft wird. 

Seit dem zweiten Halbjahr 2011 kaufen wir ausschließlich segregiertes Palmöl. „Segregation“ bedeutet, dass das Palmöl aus zertifizierten Plantagen stammt und auch physisch rückverfolgbar ist. Für unser Palmkernöl, unsere Palmölmischung und Derivate ist es allerdings nicht möglich, diese als segregiertes Produkt zu beziehen. In diesen Fällen kaufen wir seit dem dritten Quartal 2011 über das ebenso RSPO-zertifizierte Modell „Mass Balance“. Manner selbst ist seit 2011 Mitglied im RSPO, die notwendigen Zertifizierungsprozesse unserer Werke wurden bereits Ende 2011 abgeschlossen. 

Manner AG RSPO Zertifikat 2013-2014

Manner Kooperation mit SOS-Kinderdorf an der Elfenbeinküste

Im November 2013 startete Österreichs Traditionsunternehmen Manner eine Kooperation mit dem SOS-Kinderdorf und stellt zum Start der Kooperation € 110.000 zur Verfügung. An der Elfenbeinküste wird Manner ein Haus für eine Kinderdorf-Familie im SOS Kinderdorf Abobo Gare in Abidjan neu errichten und die Kosten für die dort lebende Familie sowie die Ausbildung und Versorgung der Kinder übernehmen. Das afrikanische Land wurde sehr bewusst ausgewählt, bezieht Manner ja den Kakao von der Elfenbeinküste. Manner hat sich vor Ort ein genaues Bild über das Projekt gemacht und auch die Familie kennengelernt, die in Zukunft begleitet wird. Manner wird einerseits den Hausbau finanzieren, andererseits werden auch die Kosten für die Ausbildung der Kinder finanziert. Der persönliche Kontakt zur Familie ist dabei sehr wichtig. Es ist essentiell zu wissen, wie es den Patenfamilie geht und welche Entwicklungsschritte die Kinder machen.

Österreichbezug

Um auch einen Österreichbezug bei dieser Kooperation herzustellen, setzt Manner einen zweiten Schwerpunkt im SOS-Kinderdorf Stübing in der Steiermark. Das seit 50 Jahren bestehende Kinderdorf wird gerade erneuert. Einerseits wurde Geld in den Manner Shops dafür gesammelt. Auf der anderen Seite wurde vom Betriebsrat ein Verkauf jener Möbel organisiert, die beim Umzug der Firma Manner in das neue Bürogebäude nicht mehr gebraucht wurden. Der gesamte erzielte Betrag wurde von Manner noch verdoppelt, um möglichst viel zur Erneuerung der Möbel in dem steirischen Kinderdorf beitragen zu können. So kann Manner nicht nur das Kinderdorf und die Familie in der Elfenbeinküste unterstützen, sondern auch in Österreich einen Beitrag leisten.

„Wir beteiligen uns am sozialen und kulturellen Leben und unterstützen nach Kräften karitative Einrichtungen. Unseren Unternehmenserfolg sehen wir dabei als Beitrag zur Arbeitsplatzbeschaffung und -sicherung in Österreich.“

Manner und sein Wahrzeichen Stephansdom

Seit Errichtung des Stephansdoms sorgen Steinmetze mit traditionellen Handwerksmethoden dafür, dass beim Stephansdom zu Wien alles zum Besten steht. Seit über 30 Jahren übernimmt Manner die Lohn- und Lohnnebenkosten für einen Stein-Spezialisten: ein Zeichen für die enge Verbindung zwischen dem historischen Bauwerk und der Kultmarke. Für Dr. Carl Manner, Enkel des Firmengründers, eine ganz besondere Beziehung: „Der Dom hält seine Hand schützend über Manner“ – und das Unternehmen, das das Wiener Wahrzeichen seit 1889 als Schutzmarke führt, revanchiert sich entsprechend.

Informationen zur Dombauhütte

  • Die Dombauhütte gibt es seit dem 14. Jahrhundert.
  • In der heutigen Form existiert sie seit Mitte des 19. Jahrhunderts, also seit über 150 Jahren.
  • Derzeit arbeiten dort rund 20 Mitarbeiter, mehr als die Hälfte davon sind Steinmetze.
  • Die Dombauhütte sieht sich als Bewahrer alter Handwerkstradition (Steinmetzhandwerkskunst).
  • Es kommen auch modernste Technologien, wie beispielsweise Lasertechnik, zum Einsatz.
  • Das jährliche Budget beträgt ca. 2,5 Mio €.
  • Rund 10% davon kommen aus der öffentlichen Hand.
  • Etwa 20% stammen aus den Einnahmen vom Aufzug zur Pummerin (Glocke im Nordturm), der Rest wird durch Spenden finanziert.
  • Manner ist der größte Spender!

 

„Unseren Marken wird viel Vertrauen und Sympathie entgegengebracht. Jeder Mitarbeiter ist verantwortlich dafür, dass unsere Produkte den Konsumenten in bestmöglicher Qualität erreichen.“

Produktqualität und Qualitätssicherung

Qualität bedeutet, dass unsere Konsumenten zu jeder Zeit Manner-Produkte in der konstant hohen Qualität genießen können, die Sie seit jeher so schätzen.

Wussten Sie eigentlich, dass die Rezeptur der Manner Original Neapolitaner Schnitte seit ihrer Erfindung durch Josef Manner I. im Jahre 1898 nie verändert wurde? Gleiches gilt für viele andere erfolgreiche Produkte aus dem Manner-Sortiment wie zum Beispiel Casali Rum-Kokos Kugeln und Napoli Dragee Keksi, um nur einige zu nennen.

Bester Süßwaren-Genuss

Markenprodukte aus dem Hause Manner stehen für besten Süßwaren-Genuss. Jedes Genussmittel ist aber nur so gut, wie die Summe seiner Einzelteile. Aus diesem Grund legen wir höchsten Wert auf ausgewählte, hochqualitative Zutaten. Alle Rohstoffe werden bei der Anlieferung in unseren Qualitätssicherungslabors einer eingehenden Prüfung unterzogen, bevor sie für die Produktion freigegeben werden können. Unsere Philosophie ist es, mit unseren Lieferanten eine langfristige partnerschaftliche Geschäftsbeziehung einzugehen, um konstant hohe Qualität sicherstellen zu können.

Selbstverständlich wird die Qualität unserer Produkte auch während der laufenden Herstellung kontrolliert: So werden zum Beispiel täglich von jeder Produktionscharge Muster gezogen und von einem geschulten Verkoster-Team geprüft und bewertet. Sie können sich sicherlich gut vorstellen, dass der Zulauf zu diesem Verkoster-Team sehr rege ist!

Die kontinuierliche Verbesserung unserer Qualitätsstandards gehört zu den Grundpfeilern unseres Unternehmenserfolges. Daher setzen wir uns laufend höhere Ziele. Seit dem Jahr 2005 ist die Firma Manner nach dem besonders strengen Qualitätsstandard „IFS“ (International Food Standard) zertifiziert. Dieser Standard setzt hohe Sicherheits- und Hygienevorschriften voraus und wird von externen Gutachtern regelmäßig überprüft. Bei der Verlängerung des Zertifikates im Jahre 2013 konnten wir für alle drei Manner-Produktionsstandorte eine Zertifizierung auf Basis-Niveau erreichen.

IFS Zertifizierung | Standort Wien 2014-2015

IFS Zertifizierung | Standort Wolkersdorf 2014-2015

IFS Zertifizierung | Standort Perg 2014-2015